Karlshöhe

 

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Ortschronik Lichterfelde 1994

Karlshöhe

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14991352_1103334773107056_6243271753876299258_oRichtKarlshöThomas SzudobajWeg nach Karlshöhe Thomas Szudobaj

Oberamtmann Carl August Ferdinand Karbe aus Gramzow kauft 1839 das Rittergut Lichterfelde mit Vorwerk Buckow und dem Abbau Ziegelei Elisenhain, sowie den Wirtschaftshof Carlshöhe für 113000 Taler.

kartelife1897[1]

Wirtschaftshof Karlshöhe, jetzt in der Nähe von Clara-Zetkin-SiedlungBukow und Werbellin , auch im Jahre 1851 benannt. „Das auf der Feldmark Lichterfelde erbaute Forsthaus erhält den Namen Carlshöhe „(Amtsblatt) . Vorwerk Karlshöhe ist auch nahe beim Großer Bukow-See und liegt auf einer Höhe von 50 Metern.

Hinter der Försterei sieht man noch Ruinen. Es sind die Überbleibsel des 1850 am 1.5. eröffneten Rettungshauses, genannt Gärtnerhaus. Zusammen mit einem Verein in der Matthäikirchengemeinde zu Berlin unternommen, wollte man hier ein großes Waisenhaus errichten. A. Karbe stellte das Gehöft zur Verfügung, dessen Baulichkeiten sich bald vergrößerten und schließlich drei Häuser, Schule Wohnhaus und Wirtschaftsräume, umfaßte. Mit 16 Waisenknaben wurde begonnen, 1854 waren es deren 23. Als Hausvater wurde der Küsterschullehrer Wissmann aus Tornow bei Eberswalde gewonnen. Ein Teil der Unterhaltungskosten übernahm der Kreis, Karbe gab Wirtschaftsland und die Privatwohlfahrt setzte ein.

-1946 (10.06.) in Folge der Bodenreform hatten Finowfurter Neusiedler Land im OT Karlshöhe von der Gemeinde Lichterfelde bekommen. Darum beantragte die Gemeinde Finowfurt eine Grenzveränderung und damit die Umsiedlung des Ortsteils. Das unterstützten 19 Neusiedler  am 13.08. 46. Auch der Antifa-Ausschuß war dafür. Der Finowfurter Bürgermeister versuchte das Anliegen sogar in Potsdam zu vertreten. Nach den Kommunalwahlen 1946 sollte es nach der Abteilung des Inneren ein Verfahren gem. §56 DGO geben. Am 04.01.47 sprach sich die Gemeindevertretung Lichterfelde einstimmig dagegen aus. Schließlich hatte Lichterfelde 1937 für die Grundsteinlegung der Dietrich-Eckart-Siedlung,  für die Errichtung von 300 Gebäuden, deren Bau schon 1934 begann, einen Teil seiner Gemarkung an die Stadt Finow abgeben müssen. Auch der Mäckersee gehörte vertraglich seit 1509 zum Gut Lichterfelde, wurde aber durch den Kanalbau um 1907 gemarkungsmäßig vom Ort abgetrennt. 

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Buch: Kommunale Strukturen im Spannungsfeld gesellschaftlicher UmwälzungenDie Grenzen von Gemeinden und Kreisen in Brandenburg 1945–1952